Picknick im dunkeln. der Verbund media2go. Picknick im Dunkeln

Meeting an einem

picknick im dunkeln

Die Unterhaltungen der beiden Männer sind teilweise ein intellektueller Spaß. Er wirft sich zu Boden, wedelt mit Armen und Beinen, hinterlässt einen Schneeengel und lacht, wie er zuletzt als Kind gelacht hat. Auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Wahre, beständige Glückseligkeit kann daher nur liegen in Gott. Es müsste heute mehr denn je darum gehen, den anderen zunächst einmal vom anderen her zu verstehen. Die paar Informationen über die beiden Männer jedoch, die sicher kurzweilig sind, aber zusammengefasst nur wenige Zeilen ausmachen, kann man sich auch bequem anderweitig anlesen.

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SWR1 Buchtipp: im von Markus Orths

picknick im dunkeln

Markus Orths' literarische Jenseitsreise zeigt mithin, was Literatur kann: Sie vermag auf eine höchst charmante Weise unbekannte Räume zu erschließen. Gespenstisch und makellos ist dieser mysteriöse, fremde Ort, denn weder sind Steinchen, noch Flusen zu ertasten und Wände, Boden und Decke bilden eine absolut glatte Oberfläche. Der Mönch, der zum Beispiel noch nie richtig herzlich gelacht hat und sogar mal eine Frau körperlich begehrt hat, und der Komiker, in dessen Leben nicht immer alles so lustig war, der sein kleines Kind verloren hat und eine alkoholkranke Mutter hatte. Das ist ein urkomisch-philosophischer Roman geworden, den nicht so viele hinbringen würden. Der Roman spielt auf der Handlungsebene in kompletter Dunkelheit.

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„Picknick im Dunkeln“ von Markus Orths

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Und: es berührt einen sehr, lässt einen aber trotzdem oder vielleicht deswegen mit einem Lächeln zurück. Sie wissen nicht, wo sie sind und auch nicht, warum sie hier sind. Hauptaufgabe war, alle drei Ebenen auf gleicher Höhe zu halten und organisch miteinander zu verweben. Und er sollte — tastend — jemanden finden, der zunächst schweigt und ebenso dick ist wie Ollie, in allem anderen aber das genaue Gegenteil. Thomas sprach über den Menschen im Angesicht des Todes, über das Wesen des Menschen, er sprach in kurzen, sanften Sätzen, doch klangen seine Worte in Stanleys Ohren fast wie Musik, auch oder gerade weil er nicht alles verstand.

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Markus Orths: Picknick im Dunkeln. Roman

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Ein rundes, ausführliches Ende wäre schöner gewesen. Das Ende hat mir sehr gefallen und es schließt sich ein großartiger Kreis. Neben dem Schreiben im Dunklen auch der Reiz, zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten aufeinander prallen zu lassen, die sonst niemals unter einen Hut gebracht werden können und die sich dem Leben von völlig unterschiedlichen Seiten nähern: von der Seite des Lachens und von der Seite des Denkens. Paul Jandl wird nicht warm mit dem Roman von Markus Orths. Die Idee hat sich rasch zerschlagen.

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„Picknick im Dunkeln“ von Markus Orths

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Der eine erzählt dem anderen wichtige Augenblicke seines Lebens. Und während sie über alles, was sie bewegt, diskutieren und philosophieren, erfährt man in dem Roman auch viel über das Leben der beiden Figuren, was sie dem Leser dadurch sehr nahe bringt. Insofern ist dieses Buch für mich auch eine Art Abschiednehmen: sich einem wichtigen Menschen noch einmal zu nähern, seinem fernen Glauben Thomas , seinem nahen Lachen Stan , mit ihm durchs Dunkle zu gehen, in dem er jetzt ist, ein Dunkel, das wir im Leben niemals durchdringen können, außer in der Imagination. Anarchist trifft auf Dominikanermönch, Mittelalter auf das mittlere 20. Neben der interessanten Biografie Aquins wird auch die von Laurel ausgerollt — stets verbunden mit den großen Fragen, die die beiden umtreiben, aber die ausführliche Filmgeschichte war nichts für mich. Eine fremde Stimme, die sich als Thomas von Aquin vorstellt, ist mit ihm zusammen der Frage ausgeliefert, wo sie sich befinden und was von ihnen erwartet wird. Das Eingangszitat bricht nur deshalb mitten im Satz ab, weil dieser noch genausolang weitergeht.

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„Picknick im Dunkeln“ von Markus Orths

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Als ein dickes Buch ins Dunkel fällt, denkt Thomas sofort, dass es sich nur um die verloren gegangene Komödientheorie des Aristoteles handeln kann. Einige Male gibt es leider auch Phrasen zu verzeichnen, obschon die Sprache ansonsten fein ist. Dann erst ins Gespräch zu kommen. Wie sie gemeinsam versuchen, sich dort zurechtzufinden, ist ein unerwartet erhellendes Leseerlebnis. Über Thomas von Aquin dagegen wusste ich zuvor kaum mehr als den Namen. Georg Brunold, in: Journal 21 vom 01.

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